Anmutungen zur Idee einer „Garten- und Gesundheitsregion  Chiemgau–Berchtesgadener Land“

von Alfred Rott

Vor dem Hintergrund einer nicht abreißenden Kette von Lebensmittel-Skandalen in Europa wächst die Sehnsucht nach gesunden Lebensmitteln. Bayerns Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber (CSU) teilt diese Ansicht. …
Mit hochwertigen Produkten … könnten die Landwirte den Ausstieg aus dem Teufelskreis stetig sinkender Erzeugerpreise, ständiger Ausweitung der Produktionsmengen und einer immer intensiveren Wirtschaftsweise schaffen…. Der Erfolg unserer Gemeinde soll in Zukunft nicht mehr an ihrer Steuerkraft oder an ihrer Wirtschaftskraft festgemacht werden; den Ausschlag muss die Lebensqualität geben.

„Der bessere Weg“: Konzept der Gemeinde Kirchanschöring zur nachhaltigen Regionalentwicklung, geleitet von Bürgermeister Hans-Jörg Birner, unterstützt von den Staatsministern Helmut Brunner  (Landwirtschaft) und Dr. Marcel Huber (Gesundheit)

Einzelne schwarze Schafe sind nicht das Problem, sondern das ganze System ist faul. Die Gesetze belohnen die Betrüger und Giftmischer, aber schützen nicht die Verbraucher. Was in den letzten Monaten passiert ist, hat allerdings auch mir die Sprache verschlagen. Rind stand drauf und Pferd war drin. Das war nicht mehr „nur“ Verbrauchertäuschung, sondern Betrug, und zwar im ganz großen Stil. Allein von November 2012 bis Januar 2013 wurden 359.722 Packungen Fertiggerichte mit einem Gewicht von 144 Tonnen nach Deutschland geliefert. Pferdefleisch in der Lasagne von Real, Tengelmann, Edeka … Dann die Eier … Gleich darauf der giftige Schimmelpilz im Tierfutter. Knapp 4.500 Höfe … sind damit beliefert worden. ….. Wir Verbraucher müssen uns zusammentun, damit wir nicht weiter betrogen und hintergangen werden.

Thilo Bode, Gründer von foodwatch. Newsletter April 2013    

    Die Krisen sind vielfältig und kaum mehr überschaubar. Und: sie lassen Menschen zusammenrücken.

Die Vielfalt der Krisen, die unsere gegenwärtige Welt in ihren existentiellen Lebensfeldern herausfordern, wenn nicht tödlich bedrohen, lassen Menschen zusammenrücken. Alte Modelle gesellschaftlichen Füreinander-Sorgens werden wieder entdeckt. So haben Griechen in ihrer Not, teils hausgemacht, teils einer fragwürdigen Globalisierungswirtschaft „verdankt“, sich auf die uralte Subsistenz-Wirtschaft besonnen – und helfen einander, zumindest auf dem Land, mit Tausch und Kooperation. Und hierzulande? Wirtschafts- und Finanzexperten, die sich nicht der herrschenden Rettungsschirm-Politik (oder ist’s die Weltwirtschaft, gesteuert von Weltbank & Co.?) unterworfen haben, munkeln schon: Zypern ist überall.

    Unsere Bedürfnisse werden weltweit – von anonymen „globalen“     Märkten –   gesteuert. Und: Wir können dem entgegenwirken:     durch selbständiges Denken und Fühlen.   

Auch wenn solcherlei düstere Weissagungen nur aufrüttelnder Absicht entspringen sollten, tun wir doch gut daran, uns jetzt schon auf härtere Zeiten einzustellen, worauf uns ja unsere vorausschauende Kanzlerin spätestens zum Jahresbeginn „einzuschwören“ versucht hat. Sie weiß sicher, was das Volk „draußen im Lande“ nicht weiß. Also seien wir  auf der Hut! Und das ist so schwer nicht: Wir verfügen „herinnen im Lande“, insbesondere „auf dem Lande“, über alle Ressourcen, die uns auch schwierige Zeiten überstehen lassen. Aber soweit muss es nicht kommen.
Da und dort haben Menschen auch hierzulande schon angefangen, sich auf ihre Kompetenz in Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung zu besinnen. Von zukunftsrelevanter Bedeutung ist dies gerade in Landwirtschaft und Handwerk. Es wächst das Bewusstsein, dass industrielle Ramsch-Ware, deren Herkunft der allmächtige „Markt“ nicht gern offenbart, mit vielen Opfern bei Mensch, Tier und Umwelt verbunden ist. Und das nicht nur in weit entfernten Billiglohnländern, sondern auch bei uns. Weil diese Billigware, wie soll’s anders sein, eben billig ist: kaum das wert ist, was sie kostet, kontaminiert ist mit zugelassenen wie nicht zugelassenen toxischen Zusatzstoffen, die nachweislich Schäden an Körper und Geist hervorrufen: Krebs verursachen und auch (was weniger bekannt ist) geistig-seelische Nebenwirkungen haben von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche über Depression bis hin zu Demenz.

    Wirtschaft wurde zur neuen Religion gemacht: ihre Hohenpriester     fordern unerschütterlichen Glauben an unendliches Wachstum     von Geld und Waren. Und: Wir können uns selbst davon befreien     durch gegenseitige Aufklärung und Ermutigung.

Die seit weit über 20 Jahren (Welt-Konferenz von Rio 1992) international geführte Nachhaltigkeitsdiskussion wird von einer falschen Prämisse aus geführt: von der Annahme, es müssten für das angestrebte nachhaltige Wirtschaften drei Aspekte – in einem gleichschenkligen Dreieck  dargestellt – gleichwertig realisiert werden: der ökonomische, der ökologische und der soziale Aspekt. Dieser „Dreiklang Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft“ sei „purer Unsinn“, bemerkt David Suzuki, der alternative Nobelpreisträger aus Kanada. Die Realität sei, „dass die Biosphäre alles ist, ein großer Kreis, innerhalb dessen es einen viel kleineren Kreis gibt, die menschliche Gesellschaft – und innerhalb  dieses Kreises einen nochmals kleineren, die Wirtschaft. .. So wie wir gegenwärtig die Wirtschaft in Gang halten, erkennen wir nicht, dass dies grundsätzlich zerstörerisch ist.“

Die Biosphäre: das heißt eine einigermaßen intakte Natur, die Böden, Wasser, Klima, Luft, Sonnenstrahlung umfasst. Ohne all das ist weder gesellschaftliches noch wirtschaftliches Leben möglich, jedenfalls kein menschliches Leben (vielleicht eins von Bakterien).

Die Erde ist kein Warenhaus. Menschen sind – so sehen es die klassischen Religionen – zuständig für ihre Pflege und Bewahrung. Auf dass es uns wohl ergehe in „blühenden Landschaften“!

Trotz aller irrealen und immer noch ungebremsten – wahnhaften – Wachstumspropaganda, kommt alles auf die achtsame Pflege der Natur-Ressourcen an. Und wer ist da am nächsten dran? Die am Schreibtisch emsig tätigen „Naturschützer“, die immer wieder unverdrossen auf die Straße gehen? Ohne sie wär’s bestimmt schlimmer. Doch die wahren Natur-Profis: das sind die Bauern und Gärtner.

Ihr Auftrag seit Urzeiten ist es, die Erde zu kultivieren (vom Lateinischen colere, d.i.pflegen, bebauen), auf dass der Paradies-Garten (wieder-)erstehe. Den hat es, das wissen Theologen und Mythenforscher, so nie gegeben; er ist ein Sehnsuchtsort der Seele, eine Utopie der biblisch-orientalischen Nomaden, die ihre Nahrung „Disteln und Dornen“ abtrotzen mussten.

Dem Garten-Paradies ist der Mensch im Europa der fruchtbaren Böden und eines (noch) gemäßigten Klimas näher als der Orientale. Aber die Entwicklung des politisch gewollten und mit gewaltigen Summen geförderten Landbaus der letzten 50 Jahre hat die Hoffnung auf ein Paradies weithin zunichte gemacht: zu viel Gift, zu viel Raubbau, zu viel Übernutzung: von Böden, Tieren – und Menschen. Je größer die industriell bewirtschaftete Agrarfabrik, desto mehr bekommt sie von den jährlich 50 Milliarden ab, die die Europäische Union für die nachweislich zerstörerische „Landwirtschaft“ bereitstellt: das Europa nicht der einst prägenden Kultur, sondern des ungebremsten Wirtschafts-Wachstums mit den sattsam bekannten Nebenwirkungen und Kollateralschäden.

Aus diesem Wahn müssen wir raus!  Helmut Kohls Vision der „Blühenden Landschaften“ in Ostdeutschland – allmählich sickert – drüben wie hüben – die Realutopie in die Herzen: eine andere Welt ist möglich, nicht nur in Indien und Bangladesh – auch in unserer zunehmend abgewirtschafteten Ersten Welt. Solch blühende Landschaften entstehen ja schon da und dort, in Ost wie West, auf dem Land und auch in der Stadt (z. B. das weltweite Projekt „urban gardening“ und die „Transition-towns“).     Auch in Söllhuben, in Schleching und Marquartstein, in Andernach (die „essbare Stadt“)und Kirchanschöring … Und sie werden weiter entstehen.  Ein weltweites Gemüse-und Blumen-Projekt ist denkbar, vergleichbar dem Baumpflanz-Projekt des heute 16-jährigen Felix Finkbeiner aus Pähl, auf dessen Erkenntnis (als 9-jährigem!) und Initiative hin inzwischen weltweit über 12 Milliarden (!) Bäume gepflanzt wurden.

    Gesundheit – das Thema unserer Zeit: der 6. Konjunkturzyklus nach Nikolai Kondratieff  

Nur gesunde Böden lassen gesunde Nahrung wachsen. Und gesunde Böden brauchen seit jeher natürlichen Dünger und sorgfältige Pflege, nicht aber Gift und x-tonnen-schwere Maschinen und Jauchefässer, heißt Verdichtung und Vergewaltigung von x-Milliarden lebender und be-lebender Mikro-Wesen.

Diese Entwicklung – ein Klacks in der Menschheitsgeschichte – wird so nicht weiter- gehen. Es ist höchste Zeit zur Umkehr. Es geht um die Gesundheit von Menschen und Tieren – und der gesamten Erde mit allen Elementen: Boden, Klima, Luft und  Wasser (das keine Ware werden darf).

1938 wurde im stalinistischen Russland ein Wirtschaftswissenschaftler hingerichtet, der wohl nicht ins kommunistische System passte: Nikolai Kondratieff. Er hat eine Theorie entwickelt, die nach ihm benannt und inzwischen weltweit diskutiert wird: die Theorie der langen Konjunkturwellen. Die umfassen seit Beginn der Industrialisierung (etwa 1790) je ca. 40 bis 70 Jahre. Dann ist ein Zyklus zu Ende – ein neuer steht an. Und der muss entdeckt werden, was erst gelingt, wenn die Konjunktur so sehr stagniert, dass mit dem alten Thema nichts mehr geht.
Der „1. Kondratieff“ hat als Thema die Dampfmaschine (die hat den Boom der Textilindustrie ermöglicht), dann folgt ab etwa 1860 die Erfindung der Eisenbahn, die den Massentransport zur Folge hat; um 1920 ist der elektrische Strom das Thema, der macht Chemie und Massenproduktion möglich. Dann folgt mit der Entdeckung der Petrochemie das Automobil; es steht nach dem 2. Weltkrieg für individuelle Mobilität. Und seit etwa 1990 – wir sind im „5. Kondratieff“, die Zyklen wechseln schneller –  ist das Thema die Informationstechnik. Was die heutigen Anhänger von Kondratieff für das Thema unserer Zeit halten, und folgerichtig den „6. Kondratieff“ nennen, ist die Gesundheit, und zwar für Mensch wie Natur. Als Wirtschaftsfaktor!

Wovon der Zukunftsforscher Robert Jungk (er hat in Salzburg die Zukunftsbibliothek begründet) schon vor 40 Jahren überzeugt war, das passt zum Thema Gesundheit: es gebe schon genug technische Erfindungen, was jetzt not-wendig sei: soziale Erfindungen. Es verrät mangelnde Phantasie, wenn jemand immer noch auf die Lösung der gegenwärtigen Weltprobleme – von Hunger, Armut und Krankheit bis Klimawandel und dem weltweiten Handel mit giftigen „Wertpa-pieren“ – durch technische Erfindungen vertraut.

Dass das Gesundheitswesen selber krank ist, bezweifelt niemand, der nur geringfügig damit zu tun hatte oder hat (dazu die Arbeit des SZ-Wissenschafts-redakteurs Werner Bartens: Heillose Zustände. Warum die Medizin die Menschen krank und das Land arm macht. München 2012). Wer soll dieses immer mehr   ökonomischem „Erfolg“ unterworfene System heilen?  Und wie sollen all die Wunden heilen, die der Erde und  dem ganzen Natursystem im Lauf des letzten Jahrhunderts zugefügt wurden?

    Bauern und ihre Höfe: Böden und Gewässer – Tiere und Menschen auf dem Weg zur Gesundung

Gesundheit hat mit Essen zu tun – und Essen kommt von Pflanzen und Tieren. Das aber verdanken wir denen, auf deren Boden Pflanzen und Tiere gedeihen, den Gärtnern und Landwirten. Wenn Lebensmittel verarbeitet oder „veredelt“ werden, verringert dies meist die Werthaltigkeit, die in der naturbelasse-nen Nahrung steckt.  Viele „Konventionelle“ leiden doppelt: 1. seelisch: sie spüren, dass sie, als „konventionell“(?) wirtschaftende Bauern, die auf Chemie und Überproduktion setzen, am globalen Raubbau an der Erde beteiligt sind. Und
2.  körperlich (das wird weithin verschwiegen): sie haben ein vielfach höheres

Risiko, eben wegen der Kontaminierung mit allerlei Giften (incl. Diesel), krank zu werden, z. B. an Krebs.

Wir verhungern am Überfluss. „Ich lache, wenn ich höre, dass der Fisch im Wasser durstig ist.“ (der Mönch Thich Nhat Hanh).  Die Natur bietet uns in Bayern so viel Schätze an Boden und (natürlichem) Wachstum  wie kaum irgendwo auf der Erde. Und doch: viele Bauern kämpfen ums wirtschaftliche Überleben – das Bauern-Sterben (heißt: der Höfe wie der Bauern) geht ungebremst weiter.  Das muss nicht so sein.

    Heimat-Gefühl: Folklore für Trachtler und Touristen – oder tragender Grund fürs echte Leben und jeden Tag

Heimat hat mit Tradition zu tun.  Dabei kann Heimat „weltlich“ verstanden werden oder „himmlisch“, so kann Tradition zweierlei bedeuten:

1.   sie ist Tradition, „weil’s Tradition ist“ (Michael Ende: Das Gauklermärchen), gehört also zum Leben wie Essen und Schlafen, unreflektiert, angenehm erlebt wie ein gutes Essen: Kirchweih, Weihnachten, Fronleichnam. Dazu gehört die Erinnerung an früher: die Ahnen, die Bräuche, die Alltagskultur mit einem ausgeprägten Wir-Gefühl, das freilich auch Sanktionen bereit hielt für Abweichler.

Oder  2.:  Tradition hat einen bewusst wahrgenommenen transzendenten Charakter: das Jenseits, das Überirdische wird  greifbar im Ritual, in Lied und Poesie, im Luxus des Festes: in Dank und Bitte einer höheren Dimension gegenüber, die  als nicht weniger wirklich imaginiert wird als die sichtbare Welt. Wer sagt der Blume, dass sie blühen soll? So fragt der indianische Schamane.

    Die religiös-spirituelle Seite unserer Kultur: Über- oder Unterbau

Dann, wenn es Ihn nicht gibt, ist der Mensch der Herr der Erde, des Weltgebäudes. Prächtig! Nur wie wird er ohne Gott tugendhaft ein? … Ratkin sagt, man könne die Menschen auch ohne Gott   lieben. … „kümmere dich lieber um die Erweiterung der staatsbürgerlichen Rechte des Menschen“, sagte der mir heute, „oder wenigstens darum, dass der Preis des Rindfleischs nicht steige; damit wirst du der Menschheit schlichtere und nähere Liebe erweisen als durch all deine Philosophie.“ Darauf sagte ich zu ihm: „Und ohne Gott“, sagte ich, “wirst du selber noch auf den Fleischpreis draufschlagen, wenn es in deiner Macht steht, und statt einer Kopeke einen Rubel verlangen.“
Fjodor M. Dostojewski: Die Brüder Karamasow. 1879/80

„Bräuche brauchbar machen.“ So hieß vor Jahren ein Seminar in der Natur- und Landschaftsakademie in Laufen mit Dr. Sepp Heringer und unserer Mitwir-kung. Bräuche haben seit alters eine heilsame Funktion für den Alltag – so wie der jüdische Sabbat. Halt ein! Bedenk, was du die Woche über getan hast und in der folgenden zu tun beabsichtigst! Das hat weniger mit äußerer Moral als mit der persönlichen Gewissenskompetenz zu tun. Wo das Göttliche (Gott oder Götter) verloren geht, so Hölderlin, da walten Gespenster. Die Gespenster der Raff- und Habsucht, des permanenten Preis- und Leistungsdrucks und der Gier, die, so Heiner Geißler, den Herrschenden ihre Hirne zerfrisst.

„An Gottes Segen ist alles gelegen“, das war einst gerade auf dem Lande jedem bewusst. Auf den Segen und die Gnade von Baywa und EU sollten wir uns nicht verlassen!  Die religiös-spirituellen Basis für ein gutes und allen bekömm-liches Wirtschaften wird im Netzwerk „Achtsame Wirtschaft“ in Theorie und Praxis erörtert und geübt:  www.achtsame-wirtschaft.de.

Dazu das Buch eines Unternehmensberaters, der dem von Thich Nhat Hanh gegründeten Orden „Intersein“ angehört: Kai Romhardt: Wir sind die Wirtschaft. Achtsam leben – sinnvoll handeln. Kamphausen Bielefeld 2009

Es mag poetisch überzogen sein, dennoch einer weitsichtigen Hoffnung Ausdruck verleihen, was der große, sehr fromme Dichter Rainer Maria Rilke vor gut hundert Jahren in dem Gedichte-Zyklus „Von der Pilgerschaft“ schreibt:

Alles wird wieder groß sein und gewaltig.
Die Lande einfach und die Wasser faltig,
die Bäume riesig und sehr klein die Mauern;
und in den Tälern, stark und vielgestaltig,
ein Volk von Hirten und von Ackerbauern.

Und keine Kirchen, welche Gott umklammern
wie einen Flüchtling und ihn dann bejammern
wie ein gefangenes und wundes Tier, –
die Häuser gastlich allen Einlassklopfern
und ein Gefühl von unbegrenztem Opfern
in allem Handeln und in dir und mir.

Kein Jenseitswarten und kein Schaun nach drüben,
nur Sehnsucht, auch den Tod nicht zu entweihn
und dienend sich am Irdischen zu üben,
um seinen Händen nicht mehr neu zu sein.

Alfred Rott
Diplomtheologe, Germanist, Referent für Demokratieentwicklung,
mensch- und naturbekömmliche Lebensstile, theologische Forschung,
Vorstandsmitglied  im Zusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen e.V.,
Gründer der Generationenakademie Chiemgau  alfredrott@hotmail.com 089 – 768 769